This Ain’t a Love Song, Buffalo

Wer zur Zeit im Auto auf einem Lost Highway durch Buffalo im US-Bundesstaat New York fährt und das Radio einschaltet, wartet möglicherweise vergebens auf einen Song des Popstars Jon Bon Jovi und seiner gleichnamigen Band.

Mehrere Radiostationen in der nordamerikanischen Metropole haben sich aus Protest zur Bon Jovi-freien Zone erklärt. Einige Cafés in der Stadt zogen nach. Silent Night für den Sänger.

Der Grund: Bon Jovi hat gemeinsam mit einer kanadischen Investorengruppe aus Toronto ernsthaftes Interesse am Kauf des örtlichen American Football-Teams, den Buffalo Bills, bekundet – das gefällt den Fans überhaupt nicht.

Franchise-Gründer und Besitzer Ralph Wilson war am 25. März 2014 im Alter von 95 Jahren verstorben. Da seine Witwe Mary das Team nicht behalten will, wurde eine Ausschreibung eingeleitet, in deren Rahmen sich auch Bon Jovi bewarb.

Die Fans fürchten nun, dass der Sänger – sollte er den Zuschlag erhalten – das Team nach Kanada verlegt und haben deshalb eine Initiative gegen Bon Jovi gestartet. Sie wollen ihr Team behalten. We Weren’t Born to Follow, sagen sie.

Der Superstar fühlte sich Misunderstood und versuchte daraufhin, die Fans in einem offenen Brief zu beschwichtigen. Dass er die Buffalo Bills nicht in eine andere Stadt verlegen werde, erwähnte er darin allerdings nicht.

Die Situation ist Complicated. Die Anhänger des Teams trauen Bon Jovi nicht. Seine Bemühungen um das Team seien keinesfalls Something to Believe In.

Mittlerweile sind die Bills-Fans One Step Closer an ihrem Ziel. Medienberichten zufolge habe Bon Jovi nicht genug Vermögen, um größter Anteilsbesitzer des Football-Teams zu werden. Daraufhin habe sich der kanadische Investor vom Popstar distanziert.

Andere Berichte sagen, aufgrund seines zu kleinen Vermögens könne Bon Jovi nur 1,2 Milliarden US-Dollar für die Buffalo Bills bieten. Wohl zu wenig, um den Zuschlag zu bekommen.

Eine positive Nachricht für die Fans. Ihr Szenario: Never Say Goodbye, Buffalo Bills.

Für Jon Bon Jovi wird das Warten auf ein eigenes NFL-Team wohl weitergehen. Eines Tages, Maybe Someday, klappt es vielleicht.


Info: Bis Dienstag, den 9. September können die potentiellen Käufer ein letztes Gebot abgeben. Danach wird eine Entscheidung getroffen.

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