Kommt am 30. Januar 1992 im thüringischen Erfurt zur Welt. Ist Sohn eines schwäbischen Ehepaars, das nach der Wende vom Westen in den Osten gegangen war. Kehrt im Alter von drei Jahren mit Bruder, Mutter und Vater zurück in den Westen. Besucht seine Geburtsstadt einmal im Jahr. Lernt im Schwabenland die Maultasche als Alternative zur Thüringer Rostbratwurst zu schätzen. Ist das erste deutsche Kind, das die Teletubbies zu sehen bekommt, als Freunde aus Großbritannien mit einer Videokassette zu Besuch sind. Bleibt trotzdem – oder gerade deshalb – beim Ost-Sandmännchen. Steht mit seinem Papa im Neckarstadion, als Jürgen Klinsmann Abschied nimmt. Beginnt in der dritten Klasse das Handball spielen. Wird in Form einer Urkunde in der Lese-AG seiner Grundschule dazu aufgefordert, sich doch ab und zu mal vor den Fernseher zu setzen. Sitzt aber lieber vor dem Radio, nimmt Musikstücke mit dem Kassettenrekorder auf und moderiert seine eigene Sendung dazu. Vertieft den Zugang zur Musik an der Violine. Kommt mit der großen weiten Welt in Berührung, als er 2001 mit seiner Familie den Osten der USA erkundet. Kommt mit der Weltpolitik in Berührung, als wenige Tage nach seiner Rückkehr aus New York City die Twin Towers einstürzen. Realisiert, dass Handball und Violine wegen Fingerverletzungen nicht in Einklang zu bringen sind. Schreibt Geschichten in der Schule und Buchkritiken in der Jugendredaktion einer Lokalzeitung. Hat das Schreiben von seinem Vater, einem Redakteur, in die Wiege gelegt bekommen. Lernt Englisch, Französisch und Spanisch. Hat das Talent für Sprachen von seiner Mutter, einer Französisch- und Spanischlehrerin vererbt bekommen. Intensiviert das Handball spielen. Wird bei seiner zweiten Einreise in die USA 2008 strenger kontrolliert. Badet zum ersten Mal im Pazifik. Wechselt von der Jugend- in die Sportredaktion. Vertieft Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Sport in der Oberstufe. Vernachlässigt Französisch und Mathe. Glänzt in Englisch, Sport und im Abizeitungskomitee. Beendet seine schulische Laufbahn (Schnitt 2,2). Reist entlang der Route 66 gen Westen und dann bis nach Kanada. Zieht mit 19 Jahren nach Tübingen, um beim Studium der Sportpublizistik an der Eberhard Karls Universität seine Stärken zu fördern. Lässt sich als studentische Hilfskraft auf die Wissenschaft ein. Beißt sich aber an der Sportwissenschaft von Zeit zu Zeit die Zähne aus. Lernt in der Medienwissenschaft, dass es nichts Praktischeres gibt als eine gute Theorie. Blüht in praxisnahen Seminaren auf. Schreibt weiterhin für seine Heimatzeitung – über Kegeln, seine ehemalige Mitschülerin Carina Vogt und Volleyball. Vermisst die USA und entschließt sich, als Austauschstudent zurückzukehren. Landet an seinem Wunsch-College, der University of Oregon. Findet in Eugene eine zweite Heimat. Entdeckt die Fotografie für sich. Philosophiert über die Bedeutung und Übersetzung des Wortes „awkward“. Hinterfragt seine Liebe für die Kollisionssportart American Football. Erlebt Amerika zwischen Shutdown und Obamacare. Kehrt nach Deutschland zurück. Gründet einen Seattle Seahawks-Fanklub. Trifft bei Praktika in Hamburg (Spiegel) und München (Sport1) auf journalistische Qualität und Quantität. Schreibt jetzt über das DFB-Trikot, Hochseesegeln und Schach. Wird vom Welthochschulsportverband FISU nach Südkorea eingeladen und berichtet zwei Wochen lang von der Sommer-Universiade 2015 in Gwangju. Erzählt unter Zeitdruck täglich über die Menschen bei einer Großveranstaltung. Trifft auf fremde Kulturen. Lernt, mit fremden Kulturen umzugehen. Spricht mit Willi Lemke über die Frieden stiftende Wirkung von Sport. Wird zum besten Young Reporter gekürt. Führt mit deutschen Sportpersönlichkeiten intensive Gespräche über viel mehr als nur Sport. Schreibt als Mitautor an einem Buch. Reicht im November 2015 seine Bachelorarbeit ein und ist scheinfrei. Nimmt das Angebot für ein Praktikum bei der FISU in Lausanne an. Beendet im Juli 2016 mit 24 Jahren sein Bachelorstudium. Bewirbt sich an der Deutschen Journalistenschule.  Schlägt sich durch den Aufnahmetest. Beginnt ein neues Kapitel in München.